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Was sind Mietspiegel, Mietpreisbremse und Vergleichsmieten? Wir erklären es Ihnen!

Zwar beschreiben alle drei Begriffe einen jeweils anderen Umstand, trotzdem sind sie eng miteinander verwandt – und spielen für (angehende) Vermieter eine Schlüsselrolle. Mit diesem Blogbeitrag erläutern wir Ihnen, was es damit auf sich hat und wie sich diese drei Begriffe auf die Wirtschaftlichkeit der Immobilie auswirken.

Was ist der Mietspiegel?

Den Anfang macht der „Mietspiegel“: Gemeint ist damit eine große Datenbank beziehungsweise Ansammlung von Daten, in der die Mietpreise beispielsweise hier in Aschaffenburg oder in anderen Städten, Gemeinden, Stadtteilen und Co. ausgewiesen sind. Der Mietspiegel bündelt also die erhobenen Mieten, die dann wiederum zur Ermittlung der Vergleichsmiete herangezogen werden. Ziel des Mietspiegels ist es, vor allem Transparenz für Mieter zu schaffen. Sie sollen sich, wenn sie eine Wohnung anmieten möchten, an den in der Umgebung üblichen Mieten orientieren können. Selbstverständlich sind in der Praxis noch weitere Faktoren zu berücksichtigen, weshalb der Quadratmeterpreis nicht unbedingt identisch mit dem des gemittelten Mietspiegels sein muss – Unterschiede gibt es zum Beispiel hinsichtlich der Ausstattung oder ob es sich um einen modernen Neu- beziehungsweise einen gepflegten Altbau handelt.

Der Mietspiegel untergliedert sich in eine Reihe von Kategorien, darunter unter anderem:

  • Baujahr
  • Makro- und Mikrolage
  • die Ausstattung
  • energetischer Zustand

 

Würfel mit Mietpreisbremse auf Zeitung

Ergänzend dazu: Was ist die Vergleichsmiete?

Die Vergleichsmiete ist dem Mietspiegel verwandt. Wie die Bezeichnung schon vermuten lässt, werden hier vergleichbare Immobilien, was beispielsweise Lage und Ausstattung anbelangt, als Vergleichswert herangezogen, um so die Miete für die eigene Immobilie festzusetzen. Im Regelfall spricht man mit Bezug auf die Lage auch von der „ortsüblichen Vergleichsmiete“. Orientiert sich ein Vermieter an der Vergleichsmiete, kann er um diese zu ermitteln, folglich den Mietspiegel heranziehen. Es gibt auch alternative Möglichkeiten dazu, die aber seltener gewählt werden. So könnte bei Uneinigkeit zum Beispiel ein beauftragter Sachverständiger diese ermitteln – was aufgrund der damit verbundenen Kosten aber eher selten genutzt wird.

Wie steht die Mietpreisbremse zu diesen Begriffen in Verbindung?

Wo in Deutschland die Mietpreisbremse gilt, ist ein Blick auf den Mietspiegel zwangsläufig notwendig. Die angesetzte Miete darf dann nicht mehr als zehn Prozent über dem örtlichen Mietspiegel liegen. Davon sind jedoch einige Immobilien ausgenommen, zum Beispiel Neubauten oder solche, bei denen der Vormieter bereits eine Miete oberhalb des Mietspiegels zahlte. Des Weiteren gelten separate Regelungen, wenn Modernisierungen vorgenommen wurden. Kappungsgrenzen und der Mietspiegel spielen dann keine Rolle mehr, stattdessen werden die aufgewendeten Kosten herangezogen.

Gern beraten wir Sie, wenn Sie Ihr Eigentum vermieten möchten. Selbstverständlich helfen wir Eigentümern auch einen fairen Mietpreis zu ermitteln, der zugleich den Vorgaben und vorgeschriebenen Höchstgrenzen entspricht.